top of page
Mehrere geöffnete Bücher

Mit allen Sinnen anwesend sein - anstatt das Leben zu verschlafen



Wie schwer ist es, 500 m zu gehen und mitzubekommen, was auf dieser Strecke passiert, ohne im Gedankenkino abwesend zu sein? Wie schwer ist es, schon nur eine Minute am Stück nicht vom eigenen Gedankenstrom weggetragen zu werden, sondern einfach da zu sein – wahrzunehmen, was in mir und um mich herum ist, ohne abzuschweifen? Wer sich dessen nicht bereits bewusst ist: Probiere es bitte aus.


Einmal habe ich ausgerechnet: Sollte ich 80 Jahre alt werden, werde ich rund 26 Jahre geschlafen haben. Sollte es mir gelingen, über die gesamte Lebenszeit nicht nur die schwierige eine Minute am Stück vollständig präsent zu sein, sondern eine ganze Stunde pro Tag, dann würde ich rund 3,5 Jahre meines Lebens wirklich bewusst anwesend sein – respektive „nur“ 76,5 Jahre „verschlafen“. Wow!


Während des Tagschlafs – nämlich dann, wenn mich meine Gedanken in die Vergangenheit oder in die Zukunft wegtragen – werde ich oft von meinem Unterbewusstsein gesteuert: Erlebnisse im Alltag triggern mich, lösen alte Geschichten, Befürchtungen oder Hoffnungen aus und bescheren mir ein überaus lebendiges Kopfkino. Nur: All das hat häufig wenig mit dem zu tun, was in diesem Moment tatsächlich geschieht.

Ich bin nicht nur in meinem Leben abwesend, sondern auch in Begegnungen mit anderen Menschen.

Auch dort können Blicke, Stimmlagen, Gesten, Worte und Erinnerungen in meinem Unterbewusstsein etwas wachrufen, das mich dann beschäftigt. Ein erster Schritt zum Aufwachen ist, die Momente zu bemerken, in denen ich nicht mehr mitbekomme, was gerade geschieht, weil ich in Gedanken bin. Dann kann ich meine Aufmerksamkeit auf meine Sinne lenken: Was sehe, höre, rieche, schmecke, fühle ich? Später kann ich besser unterscheiden: Was ist gerade da (das, was ich über die Sinne wahrnehme), und was füge ich dem Wahrgenommenen hinzu (Gefühle, Urteile, Gedanken)? Mit der Zeit lerne ich, die primäre Realität (das, was gerade wirklich ist) und die sekundäre Realität (das, was ich aus meinem Unterbewusstsein bzw. aus meiner Vergangenheit hinzufüge) voneinander zu unterscheiden.


Zum Reflektieren:

  • Wie lange gelingt es dir, einfach nur da zu sein, ohne dich in Gedanken zu verlieren? Stoppe die Zeit?

  • Kannst du die primäre Realität (das, was du mit deinen Sinnen wahrnimmst) von der sekundären unterscheiden (das, was es bei dir auslöst – was du fühlst und denkst)?

  • Erkennst du das Potenzial, das darin steckt, in deinem Leben und in Begegnungen mit anderen Menschen präsenter zu sein?

  • Was hast du Lust zu tun, um mehr Präsenz in dein Leben zu bringen?


Kommentare


Hunziker-Inspirationen Logo
Hunziker Inspirationen GmbH

Oberdorfstrasse 61
CH-8853 Lachen
HI-Linktree_QR.png

Bankverbindung:

Migrosbank, Postfach, 8010 Zürich

IBAN: CH04 0840 1000 0708 3585 3

Clearingnr: 8401

BIC/SWIFT: MIGRCHZZXXX

Danke für die Nachricht!

  • LinkedIn
  • Facebook
  • Instagram

©2022 Hunziker Inspirationen GmbH

bottom of page