Zuhören - das Wundermittel für wirkliche Begegnung und Entwicklung
- Daniel Hunziker

- 21. März
- 1 Min. Lesezeit

Lernen kann ich von niemandem, der gleich denkt und dasselbe weiss, wie ich.
So angenehm es ist, sich unter Gleichgesinnten zu bewegen und so sehr man manchmal sozialen Rückhalt und Bestätigung braucht, lernen und sich weiterentwickeln kann man vor allem von Andersdenkenden und fremden Ideen.
Eine zweite Zutat für wirkliche Begegnungen und Entwicklung ist die Art und Weise des Zuhörens. Wenn ich lediglich meinem Gegenüber zuhöre, um ihm in Anschluss aufzuzeigen, weshalb er oder sie falsch liegt, verhärten sich die Fronten -
oft gesehen auch im Bildungswesen - wenn Vertreter von öffentlichen Schulen mit solchen von Privatschulen debattieren oder Gegner mit Befürwortern der Integration an Schulen oder bei der Diskussion pro oder contra Noten diskutieren.
Zum Reflektieren:
In welchen Haltungen bin ich gefangen und festgefahren, höre Andersdenkenden kaum mehr zu und wenn dann nur, um ihnen zu widersprechen? Gelingt es mir einmal interessiert nachzufragen, anstatt sofort zu widersprechen?
Welcher ideologischer Anhängerschaft fühle ich mich zugehörig, welche lehne ich ab?
Kann ich für einen kurzen Moment versuchen, die Haltung von Andersdenkenden einzunehmen? Wie müssen sie sich fühlen, wenn sie auf ihre Weise denken und fühlen?
Ändert sich in mir etwas, wenn es mir gelingt, mich wirklich in eine mir fremde Haltung einzufühlen?
Wie gelingt es mit im Zusammensein mit Kindern deren Andersartigkeit Raum zu geben und mich in sie einzufühlen? Was passiert mit der Beziehung zwischen mir und den mir anvertrauten Kindern, wenn ich das kann und was, wenn nicht?

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