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Was wäre, wenn Kinder und Jugendliche an unseren Schulen eigene Ideen umsetzen könnten?



Wer in der Schulzeit lernt, Ideen in Handlungen umzusetzen, entwickelt ein anderes Selbstbild: Ich bin nicht nur Verwalter und führe aus, sondern kann gestalten, etwas wagen und etwas erreichen.

Das prägt, ob Menschen später Verantwortung übernehmen, Initiative zeigen, Probleme aktiv angehen und auch den Mut zum Scheitern haben.


Neurobiologisch ist die Umsetzung eigener Ideen besonders lerneffektiv, weil mehrere Lernverstärker gleichzeitig greifen: Selbstgewählte Ziele erhöhen Bedeutsamkeit und Aufmerksamkeit. Fortschritt, Neugier und Erfolge aktivieren das Belohnungssystem (Dopamin) – und markieren Lerninhalte als „wichtig“, sodass sich neuronale Verknüpfungen eher stabilisieren. Gleichzeitig werden Planen, Entscheiden, Handeln und Rückmeldung miteinander gekoppelt: Lernen wird anwendungsnah und dadurch besser abrufbar.


Für die Umsetzung dieses Anliegens brauchen wir zwei Dinge:


  • Eine Fehlerkultur, die einlädt, etwas zu wagen, und Fehler als gewünschten Lernbestandteil anerkennt. Der Fokus der Lehrpersonen darf sich deshalb vom reinen Produkt- bzw. Ergebnisfokus hin zu prozessorientierten Kompetenzen verschieben: Eigeninitiative, Durchhaltewille, Lernen über Versuch und Irrtum, Fehlerdiagnose, Strategiewechsel, Ausdauer, Frustrationstoleranz, metakognitives Denken („Woran lag es?“), Feedbackkompetenz und realistische Selbstwirksamkeit usw.

  • Lernsettings, die geeignet sind, Räume für das Umsetzen eigener Ideen zu öffnen. Ein häufiges Missverständnis ist, dass Schülerinnen und Schüler erst ab Schuleintritt – oder gar erst ab der Mittelstufe bzw. beim Eintritt in die Sekundarschule – eigeninitiativ lernen könnten. Kinder können das bereits vor dem Kindergarten, selbstverständlich auf einem anderen Kompetenzniveau als ältere Kinder und Jugendliche. Leider werden Lust, Mut und Fähigkeit zur eigenen Gestaltung oft systematisch verlernt, weil Kinder ab Eintritt in die Volksschule sehr häufig fast ausschliesslich mit vorgegebenen Inhalten und Aufgabenformaten beschäftigt sind. Wie kompetenzorientiertes und selbstwirksames Lernen konkret organisiert werden kann, ist in meinem Buch „Hokuspokus Kompetenz – kompetenzorientiertes Lernen ist keine Zauberei“ nachzulesen.



Zum Reflektieren


  • Wo dürfen Lernende bei uns wirklich initiieren – wo nur wählen, und wo nur abarbeiten?

  • Wie wird bei uns aus einem Fehler eine Lerninformation statt ein Makel?

  • Wie bin ich als Lehrperson geprägt: Habe ich selbst noch Mut, Ideen und die Freude, etwas zu gestalten? Und bin ich bereit, zu riskieren, auch einmal zu scheitern?

  • Was brauche ich, um noch in diesem Monat erste konkrete Schritte zu selbstwirksamerem Lernen für meine Schülerinnen und Schüler zu initiieren?


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